Mit dieser Anleitung dokumentieren Sie die Entwicklung eines steuerlichen oder rechtlichen Themas über einen längeren Zeitraum in Fainoa. Quellen, Veröffentlichungsdaten und relevante Zeitpunkte bleiben geordnet zusammen. So lässt sich die Recherche zu einem bestimmten Stichtag gezielt vorbereiten.
Eine nachvollziehbare Chronik für die fachliche Quellenarbeit. Gesetzgebung, Verwaltungsanweisungen und Rechtsprechung werden getrennt erfasst und regelmäßig ergänzt. Frühere Stände und Fundstellen bleiben erhalten und unterstützen die anschließende fachliche Prüfung.
Vor dem Start: Ihr KI-Assistent muss mit Fainoa verbunden sein. Je nach Sitzung oder Berechtigung kann eine erneute Anmeldung oder Freigabe nötig sein.
Agent verbindenDrei amtliche Quellen zu einer Frage sammeln
Ein enges Thema und den gewünschten Stichtag wählen. Es geht um Quellenarbeit als Vorbereitung für die eigene fachliche Prüfung. Die Angaben in [ECKIGEN KLAMMERN] bleiben als Platzhalter stehen; direkt dahinter finden Sie jeweils ein Beispiel.
Sammle bis zu drei amtliche Originalquellen zu [THEMA] (z. B. „umsatzsteuerliche Behandlung der E-Rechnung im inländischen B2B-Bereich“) für den Stichtag [DATUM] (z. B. „31.03.2026“). Erstelle dafür die Fainoa-Tabgruppe „Quellenüberblick“. Schreibe Thema und Stichtag ins Briefing, speichere Quellen als Tabs und notiere Fundstelle, Veröffentlichungsdatum, Anwendungszeitpunkt und heutiges Prüfdatum. Erstelle einen kurzen Ergebnisbericht: Was belegt jede Quelle, was bleibt unklar? Trenne Entwurf und geltende Fassung. Keine Einzelfallberatung und keine unbelegte Aussage.
Ausdrücklich fiktives Ergebnisbeispiel
Quelle A ist eine geltende Vorschrift, Quelle B ein später anwendbares Schreiben, Quelle C ein Entwurf. Sie werden im Ergebnis getrennt eingeordnet.
Lies zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „Quellenüberblick“. Geänderte Vorgabe: [ÄNDERUNG ODER „KEINE“] (z. B. „Prüfe zusätzlich Auswirkungen auf Kleinunternehmer“ oder „KEINE“). Prüfe die gespeicherten Quellen zum heutigen Datum erneut. Ergänze Änderungen und offene Punkte datiert, erhalte frühere Stände und fasse den neuen Stand im Ergebnisbericht zusammen.
Falls eine Quelle oder Fainoa-Aktion nicht zugänglich ist, lassen Sie dies kennzeichnen und ergänzen Sie fehlende Inhalte selbst.
Ausführlicher Beispielablauf
Danach folgt die ausführliche Branchenanleitung. Datierte Fälle und Verlaufskarten sind illustrative Beispiele. Passen Sie Namen, Kriterien, Ereignisdaten und Gruppennamen an. Bei wiederverwendbaren Prompts bedeutet „heutiges Datum“ das tatsächliche Datum des jeweiligen Durchgangs; der Assistent soll es konkret einsetzen. Neue Durchgänge starten Sie jeweils selbst.
Thema und Quellenhierarchie
Der erste Prompt grenzt das Thema ein und legt die zu verwendenden Quellen fest. Eine klare Einordnung von amtlichen Veröffentlichungen und ergänzenden Fachbeiträgen macht Herkunft und Bedeutung der Angaben nachvollziehbar.
Ich bin Steuerberaterin in einer Kanzlei mit sechs Berufsträgern, unsere Mandate sind überwiegend Mittelstand und Handwerk. Ich will die Entwicklung zur verpflichtenden elektronischen Rechnung fortlaufend dokumentieren — von der Gesetzgebung über die Verwaltungsanweisungen bis zur Rechtsprechung. Erstelle in Fainoa die Tabgruppe „E-Rechnung, Chronik“ und schreib ins Briefing: das Thema, die betroffenen Vorschriften, unsere Mandantenstruktur und diese Quellenhierarchie, an die du dich ausnahmslos hältst: 1. Primärquellen — Bundesgesetzblatt, Bundessteuerblatt, BMF-Schreiben im Volltext, Entscheidungen im Volltext 2. Amtliche Materialien — Drucksachen von Bundestag und Bundesrat, Referenten- und Regierungsentwürfe, Gesetzesbegründungen 3. Sekundärquellen — Fachaufsätze, Verbandsstellungnahmen, Kammermitteilungen. Nur als Hinweis auf eine Primärquelle, nie als Beleg Mach jetzt die Nullaufnahme des heutigen Rechtsstands. Speichere jede Quelle als eigenen Tab. In die Notiz kommt als erste Zeile die Fundstelle allein — Aktenzeichen, BMF-Geschäftszeichen oder BGBl-Fundstelle. Sie ist die Kennung, über die du das Dokument wiederfindest: Die Adresse einer Datenbank ändert sich, eine Fundstelle nicht. Darunter: – Art des Dokuments und die vollständige Fundstelle (BGBl-Teil, Jahr und Seite; Aktenzeichen; BMF-Geschäftszeichen mit Datum) – Datum der Verkündung oder Veröffentlichung – Datum des Inkrafttretens beziehungsweise der erstmaligen Anwendung – worum es geht, in drei Sätzen – was daraus für unsere Mandate folgt, aber nur soweit es sich aus dem Dokument selbst ergibt — sonst ausdrücklich nichts Keine Aussage ohne Fundstelle. Wo du nicht sicher feststellen kannst, ob eine Fassung noch gilt, schreibst du „Geltung nicht abschließend geprüft“ dazu, statt sie als geltend zu führen. Speichere die Adresse ohne Tracking-Anhängsel — alles ab utm_, ref, fbclid oder einer Sitzungskennung schneidest du ab. Sonst gilt dieselbe Seite beim nächsten Durchgang als neue und wird ein zweites Mal angelegt.
Die Chronik als Grundlage für die fachliche Prüfung
Die Chronik sammelt datierte Quellen als Grundlage für die eigene fachliche Prüfung. Der Assistent recherchiert, ordnet und zitiert; die rechtliche oder steuerliche Würdigung des konkreten Sachverhalts bleibt bei der verantwortlichen Fachperson.
Der Durchgang
Gesetzgebung, Verwaltungsanweisungen und Rechtsprechung werden getrennt geprüft und dokumentiert. Bei jedem Eintrag bleibt erkennbar, um welche Quellenart es sich handelt und welchen Status die Veröffentlichung hat.
Lies zuerst das Briefing der Fainoa-Tabgruppe „E-Rechnung, Chronik“, dann den Ergebnisbericht und die Notizen aller gespeicherten Quellen. Sag mir in drei Sätzen, auf welchem Stand die Chronik endet. Geh dann drei Stränge durch, jeweils seit dem letzten dokumentierten Durchgang bis heute: 1. Gesetzgebung — neue Entwürfe, Änderungen im parlamentarischen Verfahren, Beschlüsse, Verkündungen. Halte bei jedem Vorhaben fest, in welchem Stadium es steht. Ein Referentenentwurf ist kein geltendes Recht und wird auch nicht so notiert. 2. Verwaltung — BMF-Schreiben, gleichlautende Ländererlasse, Änderungen der Anwendungserlasse, veröffentlichte Auffassungen der Finanzverwaltung. 3. Rechtsprechung — BFH, Finanzgerichte, EuGH. Auch anhängige Verfahren mit Aktenzeichen, soweit sie das Thema berühren. Jede Fundstelle wird als eigener Tab gespeichert. Bestehende Einträge suchst du über die Fundstelle in den Notizen, nicht über die Adresse. Wichtig beim Ergänzen: Eine Notiz wird beim Speichern ersetzt, nicht verlängert. Lies also zuerst die vorhandene Notiz, häng deinen neuen Absatz unten an und schreib den vollständigen Text zurück. Was du dabei weglässt, ist verloren. Häng danach einen Abschnitt „Stand vom heutigen Datum“ an den Bericht: – was sich seit dem letzten Durchgang geändert hat, nach den drei Strängen getrennt – was davon ab wann gilt – welche Mandantengruppe es betrifft – was offen bleibt und woran beim nächsten Durchgang zu denken ist Der bisherige Bericht bleibt unangetastet. Er ist die Chronik — er wird ergänzt, nie korrigiert.
Die Verkündung dokumentieren
Die Verkündung wird mit Fundstelle und Datum in einem eigenen Abschnitt dokumentiert. Inkrafttreten, Anwendungszeitpunkte und Übergangsregeln werden gesondert erfasst, damit diese Zeitpunkte für die weitere Prüfung nachvollziehbar bleiben.
Lies zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „E-Rechnung, Chronik“. Im Bundesgesetzblatt vom 12.11.2026 ist [Gesetz] (z. B. „Gesetz zur Anpassung der umsatzsteuerlichen Regelungen für E-Rechnungen“) verkündet worden. Trag das in die Chronik ein und mach die Zäsur sichtbar: Schreib einen eigenen Abschnitt „Zäsur: Verkündung vom 12.11.2026“ in den Bericht — mit exakter Fundstelle, dem Datum des Inkrafttretens, den Übergangsregelungen und einer Gegenüberstellung: was galt bis zu diesem Tag, was gilt ab welchem Tag, für wen. Die Notizen zu den bisherigen Entwurfsfassungen löschst du nicht. Ergänze sie um den Hinweis „durch Verkündung vom 12.11.2026 überholt“, damit erkennbar bleibt, welcher Stand bis wann maßgeblich war.
Der Rechtsstand zum Stichtag
Die Stichtagsrecherche nutzt die datierten Einträge der Chronik. Sie stellt die vorhandenen Quellen zum gewählten Zeitpunkt zusammen und benennt Lücken oder Punkte, die fachlich geprüft werden müssen.
Ein Mandant fragt zu einem Sachverhalt aus dem Voranmeldungszeitraum März 2026. Lies zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „E-Rechnung, Chronik“ und stell mir zusammen, welche Rechtslage am 31.03.2026 galt: – welche Fassung der Vorschrift zu diesem Zeitpunkt anwendbar war – welche Verwaltungsanweisungen damals bereits ergangen waren, und ab welchem Zeitpunkt sie anzuwenden waren – welche Rechtsprechung zu diesem Zeitpunkt vorlag — und welche erst danach ergangen ist – was am Stichtag noch offen oder streitig war Alles mit Fundstelle und Datum. Spätere Entwicklungen nennst du strikt getrennt unter der Überschrift „nach dem Stichtag“. Vermischt wird nichts. Das ist eine Zusammenstellung aus der Chronik, keine Prüfung des Sachverhalts. Sag mir am Ende ausdrücklich, welche Punkte ich selbst prüfen muss und wo die Chronik Lücken hat.
Die Mandanteninformation
Aus den dokumentierten Änderungen lässt sich ein Entwurf für ein Rundschreiben vorbereiten. Die verwendeten Fundstellen und die Veränderungen seit dem vorherigen Stand werden dabei ausdrücklich aufgeführt.
Lies zuerst das Briefing, den Ergebnisbericht und die Notizen der Fainoa-Tabgruppe „E-Rechnung, Chronik“. Ohne neu zu recherchieren: Entwirf eine Mandanteninformation für unsere Handwerksmandate, Stand vom heutigen Datum, höchstens zwei Seiten: – was sich seit unserer letzten Information vom Juni geändert hat – was die Mandanten bis wann konkret tun müssen – was noch nicht feststeht und worauf sie deshalb nicht bauen sollten – eine Zeitleiste der Stichtage, die für sie gelten Schreib für Unternehmer ohne steuerliches Vorwissen: keine Paragraphen im Fließtext, Fundstellen als Anhang ans Ende. Jede Aussage muss durch die Chronik gedeckt sein — wo sie es nicht ist, markierst du den Satz für meine Prüfung, statt ihn wegzulassen.
Rechtsprechung zu einem Streitpunkt
Der Aufbau lässt sich auch auf einen einzelnen Streitpunkt begrenzen. Relevante Quellen und neue Veröffentlichungen werden über den Verlauf eines Einspruchs- oder Klageverfahrens datiert zusammengeführt.
Wir vertreten in einem Einspruchsverfahren die Auffassung, dass [Frage] (z. B. „der Vorsteuerabzug trotz formeller Rechnungsfehler rückwirkend zulässig ist“). Erstelle die Fainoa-Tabgruppe „Streitfrage [Kurzname]“ (z. B. „Streitfrage Vorsteuerabzug Rechnungsberichtigung“) und schreib ins Briefing, worum es geht, welche Auffassung wir vertreten und mit welchen Argumenten. Sammle die Rechtsprechung zu dieser Frage — auch und zuerst die, die gegen unsere Auffassung spricht. Zu jeder Entscheidung: Gericht, Datum, Aktenzeichen, Fundstelle, der tragende Rechtssatz, und ob Revision oder Nichtzulassungsbeschwerde anhängig ist. Bei jedem späteren monatlichen Durchgang liest du zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht dieser Tabgruppe. Prüf danach, ob sich etwas bewegt hat — neue Entscheidungen, erledigte Revisionen, geänderte Verwaltungsauffassung — und häng den Stand mit Datum an den Bericht. Wenn eine Entscheidung unsere Position schwächt, schreibst du das deutlich hin und nicht in einem Nebensatz.
Drei Grundsätze für die weitere Arbeit
- Vorhandenen Stand zuerst lesen.Jeder Durchgang beginnt mit Briefing, Bericht und Notizen. So werden die festgelegten Kriterien und der bisher dokumentierte Verlauf in die weitere Arbeit einbezogen.
- Frühere Angaben mit Datum erhalten.Neue Angaben werden mit Prüfdatum und Quelle ergänzt. Frühere Stände bleiben erhalten; auch ein geprüfter, unveränderter Stand wird dokumentiert.
- Neue Stände vollständig ergänzen.Notizen werden vor dem Speichern vollständig eingelesen und mit den Ergänzungen zurückgeschrieben. Berichte erhalten neue datierte Abschnitte, damit die Entwicklung nachvollziehbar bleibt.
