Mit dieser Anleitung führen Sie eine Lieferantenakte über einen längeren Zeitraum in Fainoa. Konditionen, Zertifikate, Ansprechpartner und dokumentierte Erfahrungen bleiben mit Quelle und Datum zusammen. Regelmäßige Abgleiche unterstützen die Vorbereitung von Gesprächen und Einkaufsentscheidungen.
Eine gemeinsame Grundlage für die laufende Lieferantenbetreuung. Einheitliche Felder und quartalsweise Durchgänge machen Veränderungen nachvollziehbar. Konkret erfasste Ablaufdaten lassen sich gezielt prüfen; die dokumentierten Stände erleichtern auch die Übergabe an Kolleginnen und Kollegen.
Vor dem Start: Ihr KI-Assistent muss mit Fainoa verbunden sein. Je nach Sitzung oder Berechtigung kann eine erneute Anmeldung oder Freigabe nötig sein.
Agent verbindenEin Produkt bei drei Lieferanten vergleichen
Artikel, Menge und Liefertermin festlegen; mit einer einzigen Beschaffung beginnen. Die Angaben in [ECKIGEN KLAMMERN] bleiben als Platzhalter stehen; direkt dahinter finden Sie jeweils ein Beispiel.
Vergleiche drei Lieferantenangebote für [ARTIKEL/SPEZIFIKATION] (z. B. „Wälzlager 6205-2RS nach DIN 625“), Menge [MENGE] (z. B. „200 Stück“), Lieferung bis [DATUM] (z. B. „30.11.2026“). Erstelle dafür die Fainoa-Tabgruppe „Lieferantenvergleich“. Halte Kriterien im Briefing fest, Quellen als Tabs und Gesamtpreis, Steuerbasis, Versand, Lieferzeit und heutiges Prüfdatum in den Notizen. Erstelle einen Ergebnisbericht mit einer begründeten Vorauswahl und offenen Angaben. Keine Bestellung auslösen.
Ausdrücklich fiktives Ergebnisbeispiel
A: 480 € netto inklusive Versand, B: 465 € netto plus 30 € Versand. A ist insgesamt 15 € günstiger; bei beiden ist der Liefertermin noch zu bestätigen.
Lies zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „Lieferantenvergleich“. Geänderte Vorgabe: [ÄNDERUNG ODER „KEINE“] (z. B. „Berücksichtige nur Lieferanten mit Lieferung innerhalb von 14 Tagen“ oder „KEINE“). Prüfe die gespeicherten Quellen zum heutigen Datum erneut. Ergänze Änderungen und offene Punkte datiert, erhalte frühere Stände und fasse den neuen Stand im Ergebnisbericht zusammen.
Geräte und Materialangebote im Detail vergleichen
Falls eine Quelle oder Fainoa-Aktion nicht zugänglich ist, lassen Sie dies kennzeichnen und ergänzen Sie fehlende Inhalte selbst.
Ausführlicher Beispielablauf
Danach folgt die ausführliche Branchenanleitung. Datierte Fälle und Verlaufskarten sind illustrative Beispiele. Passen Sie Namen, Kriterien, Ereignisdaten und Gruppennamen an. Bei wiederverwendbaren Prompts bedeutet „heutiges Datum“ das tatsächliche Datum des jeweiligen Durchgangs; der Assistent soll es konkret einsetzen. Neue Durchgänge starten Sie jeweils selbst.
Die Akte anlegen
Einheitliche Felder erleichtern den Vergleich von Lieferanten und die Auswertung über mehrere Durchgänge. Die Kriterien stehen im Briefing und werden bei jeder Sitzung erneut herangezogen.
Wir sind ein Maschinenbauer mit 140 Mitarbeitern in Schwäbisch Gmünd. Ich bin im Einkauf und will unsere A- und B-Lieferanten dauerhaft dokumentieren, nicht nur im ERP-Stammsatz. Anfangen möchte ich mit acht: [Namen] (z. B. „Müller Präzisionsteile GmbH, Hansa Antriebstechnik GmbH, Nordwerk Komponenten AG, Südmetall Systeme GmbH, Albrecht Industriebedarf GmbH, Westfalen Antriebstechnik GmbH, Rheinwerk Bauteile AG und Mainfranken Komponenten GmbH“). Erstelle in Fainoa die Tabgruppe „Lieferantenakte“ und schreib ins Briefing, was wir beschaffen, wie unsere Lieferantenklassen definiert sind, und diese sieben Felder, die für jeden Lieferanten geführt werden. Als erste Zeile jeder Notiz stehen unsere Lieferantennummer und die Handelsregisternummer — darüber wird wiedergefunden, nicht über die Adresse der Website: 1. Unternehmen — Rechtsform, Sitz, Werke, Eigentümer, Geschäftsführung 2. Bonität — letzter im Bundesanzeiger offengelegter Jahresabschluss, Eigenkapitalquote, Auffälligkeiten 3. Zertifikate — Norm, Zertifizierer, Ausstellungs- und Ablaufdatum 4. Preise — gültiges Preisblatt, Laufzeit, Gleitklausel oder Indexbindung 5. Leistung — Liefertreue, Reklamationsquote, offene Sperrmeldungen 6. Abhängigkeit — Single Source ja/nein, bekannte Zweitquelle, Wiederbeschaffungszeit 7. Kontakt — Ansprechpartner mit Funktion, seit wann Mach jetzt die Nullaufnahme aus öffentlich zugänglichen Quellen: Handelsregister, Bundesanzeiger, Unternehmenswebsite, Zertifikatsverzeichnisse, Fachpresse. Was nur aus unseren internen Zahlen kommen kann — Liefertreue, Reklamationsquote — lässt du leer und markierst es als „intern nachzutragen“. Jedes Ablaufdatum schreibst du als eigene Zeile in die Notiz, im Format „läuft ab: 14.03.2027“. Diese Zeilen sind später die Grundlage für alles Weitere — deshalb keine Umschreibungen wie „Anfang 2027“ und keine geschätzten Daten. Speichere die Adresse ohne Tracking-Anhängsel — alles ab utm_, ref, fbclid oder einer Sitzungskennung schneidest du ab. Sonst gilt dieselbe Seite beim nächsten Durchgang als neue und wird ein zweites Mal angelegt.
Warum das Format der Ablaufdaten zählt
Erfassen Sie das Ablaufdatum eines Zertifikats konkret, beispielsweise als „läuft ab: 14.03.2027“. So kann es beim nächsten Durchgang mit dem aktuellen Datum verglichen werden. Unklare oder fehlende Angaben bleiben als offene Punkte sichtbar.
Der Durchgang
Der quartalsweise Durchgang prüft die dokumentierten Angaben auf Veränderungen und gleicht erfasste Ablaufdaten mit dem aktuellen Datum ab. Die Ergebnisse werden datiert ergänzt.
Lies zuerst das Briefing, die Notizen aller Lieferanten und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „Lieferantenakte“. Sag mir in drei Sätzen, was beim letzten Durchgang offen geblieben ist. Geh dann jeden Lieferanten die sieben Felder durch — die Einträge suchst du über Lieferanten- und Handelsregisternummer aus den Notizen, nicht über die gespeicherten Adressen: – unverändert → „geprüft, unverändert, heutiges Datum“ in die Notiz – verändert → alten Stand stehen lassen, neuen mit Datum und Quelle darunter anhängen – neu aufgetaucht (weiteres Werk, Eigentümerwechsel, Rückruf, Insolvenzantrag im Umfeld, Wechsel in der Geschäftsführung) → als eigenen Tab speichern und in der Notiz einordnen Prüf danach alle Ablaufdaten in sämtlichen Notizen gegen das heutige Datum und gib mir drei getrennte Listen: – bereits abgelaufen, ohne dass ein Nachfolgedokument in der Akte liegt – läuft in den nächsten 90 Tagen ab – läuft in den nächsten 180 Tagen ab Wichtig beim Ergänzen: Eine Notiz wird beim Speichern ersetzt, nicht verlängert. Lies also zuerst die vorhandene Notiz, häng deinen neuen Absatz unten an und schreib den vollständigen Text zurück. Was du dabei weglässt, ist verloren. Häng zum Schluss einen Abschnitt „Stand vom heutigen Datum“ an den Bericht: die drei Ablauflisten zuerst, dann die wichtigsten Veränderungen, dann die Lieferanten, bei denen sich mehrere schwache Signale zum selben Bild fügen — als Vermutung gekennzeichnet, nicht als Befund. Den bisherigen Bericht lässt du unverändert stehen.
Der Vorfall
Dokumentieren Sie Lieferverzug, Reklamationen und Qualitätsabweichungen möglichst zeitnah mit Datum und Sachverhalt. Im anschließenden Abgleich können diese Ereignisse in den bisherigen Verlauf eingeordnet werden.
Lies zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „Lieferantenakte“. Lieferant [Name] (z. B. „Müller Präzisionsteile GmbH“), Bestellung [Nummer] (z. B. „45002731“): Liefertermin war der 04.11.2026, geliefert wurde am 21.11.2026 — 17 Tage Verzug. Begründung des Lieferanten: Ausfall einer Presse im Werk Nord. Uns hat es zwei Schichten gekostet. Trag das in die Notiz unter „Störungen“ ein, mit Datum, Bestellnummer, Verzug in Tagen, der genannten Begründung und unserer Auswirkung. Prüf dann, ob dieselbe Begründung oder dasselbe Werk in dieser Akte schon einmal vorgekommen ist. Wenn ja: Zähl mir die Fälle mit Datum auf und sag mir, ob der Abstand zwischen ihnen kürzer wird.
Die Bewertung aus dem Verlauf
Diese Sitzung bereitet eine Lieferantenbewertung aus den bereits dokumentierten Angaben vor. Sie fasst den Verlauf zusammen, benennt die verwendeten Kriterien und hält fehlende Informationen ausdrücklich fest.
Lies zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „Lieferantenakte“. Ohne neu zu recherchieren: Erstell die Jahresbewertung für das letzte abgeschlossene Kalenderjahr, je Lieferant ein Abschnitt: – was sich im Jahr verändert hat, in der Reihenfolge der sieben Felder – jede Störung mit Datum, und ob sich ein Muster zeigt – Zertifikatslage zum Jahresende – unsere Abhängigkeit: zugenommen oder abgenommen, woran machst du das fest – eine Einschätzung in einem Satz, ausschließlich gestützt auf Datiertes Wo die Akte für eine Aussage nicht ausreicht, schreibst du das hin. Eine Lücke, die als Lücke benannt ist, kann ich schließen; eine gefüllte Lücke merke ich nicht. Häng das als Abschnitt „Jahresbewertung“ mit dem ausgewerteten Jahr an den Bericht.
Die Lieferantenbetreuung übergeben
Eine geordnete Akte unterstützt die Übergabe der Lieferantenbetreuung. Konditionen, Ansprechpartner, Erfahrungen und offene Aufgaben können aus den dokumentierten Ständen zusammengefasst werden.
Ich gebe den Einkauf zum 01.02.2027 an eine Nachfolgerin ab. Lies zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „Lieferantenakte“. Danach schreib eine Einarbeitung in den Bericht, Abschnitt „Übergabe, Stand vom heutigen Datum“: – je Lieferant der aktuelle Stand in fünf Zeilen – was gerade offen ist und bis wann – welche Zusagen mündlich getroffen wurden und nur als Notiz in der Akte stehen — die gehen bei einem Wechsel als Erstes verloren – bei welchen drei Lieferanten du an ihrer Stelle zuerst hinschauen würdest, und warum Verweise bei jedem Punkt auf die Notiz, aus der er stammt, damit sie nachlesen kann statt nachzufragen.
Eine Risikoanalyse vorbereiten
Datierte Angaben und belegte Quellen können die Vorbereitung einer lieferantenbezogenen Risikoanalyse unterstützen. Welche zusätzlichen Informationen und fachlichen Prüfungen benötigt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Unternehmen und dem konkreten Prüfzweck.
Für unsere Berichtspflicht nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz brauchen wir eine dokumentierte Risikoanalyse. Erstelle die Fainoa-Tabgruppe „LkSG-Risikoanalyse“ und schreib ins Briefing, welche Risikokategorien wir betrachten und nach welchen Kriterien wir sie gewichten. Lies danach zuerst das Briefing, die Notizen und den Ergebnisbericht der Fainoa-Tabgruppe „Lieferantenakte“. Geh dann die Lieferanten aus dieser Tabgruppe durch und sammle je Lieferant, was öffentlich zugänglich ist: Produktionsstandorte und deren Länder, Branchenrisiko, vorhandene Sozial- und Umweltzertifizierungen, öffentlich berichtete Vorfälle, veröffentlichter Verhaltenskodex. Wichtig: Du erhebst und belegst, du bewertest nicht abschließend. Jede Angabe bekommt Quelle und Abrufdatum. Wo nichts Öffentliches auffindbar ist, schreibst du „keine öffentliche Quelle, Stand vom heutigen Datum“ — das ist selbst ein Ergebnis und gehört genau so in die Analyse.
Drei Grundsätze für die weitere Arbeit
- Vorhandenen Stand zuerst lesen.Jeder Durchgang beginnt mit Briefing, Bericht und Notizen. So werden die festgelegten Kriterien und der bisher dokumentierte Verlauf in die weitere Arbeit einbezogen.
- Frühere Angaben mit Datum erhalten.Neue Angaben werden mit Prüfdatum und Quelle ergänzt. Frühere Stände bleiben erhalten; auch ein geprüfter, unveränderter Stand wird dokumentiert.
- Neue Stände vollständig ergänzen.Notizen werden vor dem Speichern vollständig eingelesen und mit den Ergänzungen zurückgeschrieben. Berichte erhalten neue datierte Abschnitte, damit die Entwicklung nachvollziehbar bleibt.
